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So da bin ich wieder

ihr wolltet wissen wie es weiter ging?

 

So, da standen wir nun in unserer eigenen Wohnung. Für meinen Sohn und mich war es sehr ungewohnt. Obwohl wir ja immer alleine waren in der alten Wohnung, wussten wir das es unser Zuhause war und unser "Papa" am Wochenende wieder nach Hause kommt.

Aber unsere Familie gab es nicht mehr und das war ganz allein meine eigene Entscheidung. Mein Sohn konnte das alles noch nicht realisieren, da er gerade mal etwas über ein Jahr alt war. Und er seinen Papa ja eh nur am Wochehende gesehen hat. Für Ihn war es also nichts neues würde ich jetzt behaupten.

Ja ich habe meinem Sohn den Papa in dem Moment weg genommen aber ich wusste das es für uns alle das beste gewesen ist. Genauso wusste ich, wenn die Zeit verstrichen ist, das alles irgendwann wieder gut werden wird. 

Und ich hatte recht mit meinen Gedanken. Aber dazu komme ich später

 

Nun saßen wir Tag für Tag in unserem "Zuhause"  und ich konnte mich einfach nicht wirklich wohl fühlen. Ich hatte immer wieder das Gefühl das mir etwas fehlt, wenn ich abends allein auf der Couch liege. Doch genau dass war es ja was ich eigentlich wollte, ich wollte frei sein, frei mit all meinen Entscheidungen was mich und mein Leben betrifft. Doch ich kam immer wieder erneut ins zweifeln. Ob es wohl die richtige Entscheidung gewesen ist alles auf einmal hinzuschmeißen nch all den vielen Jahren.

Eigentlich müsste ich die Einsamkeit ja eigentlich gewohnt sein, denn in der Woche waren wir ja auch immer allein wenn er bei der Bundeswehr war. Doch irgendetwas war einfach anders. Ich wusste am Wochehende kam keiner mehr nach Hause und freute sich auf uns. Oder interessierte sich für die Neuigkeiten die es gab. Ob es ein erneuter Schritt von unserem Sohn war oder ein neues gebrabbeltes Wort was er von sich gab. 

 

Aber ich bin nun mal diesen Weg gegangen und es gab kein zurück mehr für mich. Ich wusste das es irgendwann besser werden wird. Auch wenn dieser Weg ein langer Weg werden wird.

Ich war es nun mal gewohnt in einer Beziehung zu sein, trotz dass ich noch so jung bin. Ich war nie wirklich allein in meinem Leben, ich hatte immer einen Partner an meiner Seite für mehrere Jahre. Und genau aus dem Grund ging es mir wahrscheinlich nicht gut, weil ich es einfach nicht gewohnt war allein zu sein. Aber umso mehr habe ich angefangen mich auf mein Kind und mein Leben zu konzentrieren. Habe mich immer mehr auf meinen Körper konzentriert. Denn ich wusste, so wie ich jetzt ausgesehen habe, wollte mich sowieso kein anderer Mann haben, was ich aber auch nachvollziehen kann. Denn welcher Mann möchte schon eine 130 Kilo Frau an seiner Seite haben....

 

Ich habe versucht mein Leben einmal komplett zu verändern. Jeder Anfang ist schwer, aber ich habe mich nicht aufgeben wollen. Allein schon für meinen Sohn nicht. Denn es gab Zeiten da haben sich meine sogenannten Freunde alle von mir abgewannt. Einmal durch die Trennung von meinem Mann, weil es niemand verstehen wollte wieso ich diesen Weg jetzt eingeschlagen habe obwohl ich doch eigentlich alles hatte was man sich wünscht.

 

Die Leute haben die Straßenseite gewechselt, weil es Ihnen anscheinend peinlich war sich mit mir sehen zu lassen. Denn man kommt ja ganz schnell ins Gerede wenn man sich mit "  SO EINER " abgibt.

Ich habe gelernt allein zu leben. Habe meinen Sohn zum Sport mitgenommen, denn ich wollte ja weiterhin an mir arbeiten aber genauso Zeit mit ihm verbringen. Es war nciht immer leicht, dennoch hab ich es irgendwie immer geschafft. 

Die ersten Ergebnisse konnte man schon sehen und somit wurde ich auch wieder interessant für andere Männer. Doch was mich immer wieder schockiert hat, waren Menschen die mich kannten wo ich noch schlank war und nach der Geburt von meinem Sohn von mir abgewannt haben, da ich ja nun mal ein paar mehr Kilos auf den rippen hatte. Und genau diese Menschen kannten mich auf einmal wieder. Haben gesehen was ich aus mir mache oder dabei bin zu machen. Ich wusste teiweise wirklich nicht damit umzugehen. Natürlich ist es für eine alleinstehende Frau schön wenn man wieder die Aufmerksamkeit bekommt die man sich immer gewünscht hat. Aber ich bin doch immer noch der gleiche Mensch wie vor ein paar jahren, nur eben mit einigen Kilos weniger. Dass ging mir wirklich nicht in meinen Kopf. Ich wollte es nicht verstehen.

 

Alles in allem hat es 3 jahre gedauert wieder so auszusehen wie vor der Schwangerschaft. Ich bin auf keinen Fall perfekt aber wer will das schon sein? Ich auf jeden Fall nicht. Ich habe genauso meine Ecken und Kanten aber die hat jeder. Ich würde es einfach menschlich betrachten...denn genau dass macht mich zu einem ganz normalen Menschen. Ich bin eine Mama die es irgendwie immer wieder schafft aufzustehen wenn sie dann doch mal gefallen ist. Aber das ist der Lauf des Lebens. keiner hat gesagt das dass Leben einfach werden wird. 

 

In den 2,5 Jahren wo ich von meinem Mann jetzt getrennt bin, sind mir einige Männer über den weg gelaufen wo ich dachte es könnte wieder etwas ernsteres daraus werden. Vielleicht irgendwann wieder eine Famile sein. Denn an meinem Traum von der großen Liebe und der eigenen Familie halte ich immer noch fest. 

 

Ich dachte für mich, vielleicht ist es ja besser wenn ich mir einen Mann suche der ein paar Jahre älter ist wie ich. Vielleicht würde das ja eher klappen. Denn die meisten Männer Ende 20 oder Anfang 30 wollen vielleicht das gleiche wie ich. Wollen vielleicht eine Familie haben und einfach nur gklücklich sein.

Doch irgendwie musste ich immer wieder feststellen das ich falsch mit meiner Meinung lag.

Der eine Mann konnte sich zwischen mir und einer anderen Frau nicht entscheiden und hat dieses Spiel über einige Monate gespielt. Am Ende hat er sich für die Frau entschieden die noch kein Kind hatte, sondern nur einen Hund. Denn da kann man ja später eine eigene Familie gründen.

 

Der zweite Mann war Anfang 30, sehr bodenständig und nur auf Montage. Was mich ja nie gestört hat, denn ich hatte es ja 5 Jahre lang mit Dean seinem Papa so.  Für mich war das eigentlich perfekt, denn da konnte in der Woche jeder seins machen und am Wochehende war man dann eine glückliche Familie. Dachte ich zumindest. Ich muss dazu sagen das mein Sohn wirklich nicht gerade einfach ist in gewissen Situationen. Aber ich sage mir immer wieder, er ist ein kleiner Junge und muss das Leben auch erstmal lernen und begreifen. Also habe ich über vieles hinweg gesehen und ihn immer wieder in Schutz genommen. Nach einigen MOnaten kehrte mir dieser Mann auch den Rücken wieder zu. Mit der Begründung das es ihm alles zu viel wurde mit Dean und er das einfach nicht schaffen würde. Er würde lieber allein bleiben wollen. Und schwups, ein paar Wochen später hatte er eine neue Freundin, OHNE Kind versteht sich.

 

So langsam hab ich für mich gesagt, dass es wohl doch das beste wäre wenn ich allein bleiben würde. Denn die meisten Männer wollen eigene Kinder und da wird es nun mal etwas schwierig wenn schon eins da ist und diese sKind auch noch sehr lebhaft und speziell dazu ist. Aber dennoch rede ich hier von meinem Kind, von meinem Minimonster wie ich immer so schön sage. Und ich liebe ihn so wie er ist und wer das nciht akzeptiert hat sowieso keinen Platz in meinem Leben verdient.

 Ich war einfach nur genervt von der Männerwelt, weil ich es nicht verstehn konnte wie man sich zwischen zwei Frauen nicht entscheiden kann. Entweder man liebt einen Menschen und möchte sich etwas aufbauen oderman sollte es einfach ehrlich sagen.

 

ich war einige Zeit allein, habe mich nur auf mich und mein Leben konzetriert, meine Scheidung war endlich durch und ich hab mich wie noch nie zu vor mit meinem Exmann so gut verstanden. Wir konnten über alles reden. Dean war jedes zweite Wochehende bei ihm zu hause und hat dort die Zeit mit seinem Papa genossen und ich hatte etwas Zeit für mich. Zeit für meine Hobbys, und ich war einfach nur glücklich. 

 

Ich konnte an den wochenenden wieder die junge Frau sein, die es geliebt hat auf dem Motorrad zu sitzen und im Dreck zu spielen. Ich habe mich wieder selbst gefunden. ich war angekommen in meinem neuen Leben. Ich wusste meinem Kind geht es gut bei seinem Papa und ich konnte meine neue freie Zeit für mich genießen. 

 

Es war einfach alles perfekt!!!!!

 

Dass dachte ich zumindest zu diesem Zeitpunkt....

 

2 Kommentare 11.6.15 11:51, kommentieren

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Ich und meine kleine chaotische Welt

Hey alle zusammen

 ich würde euch gern von mir und meiner kleinen chaotischen Welt erzählen.

 Dass ihr mich besser kennenlernen könnt, würde ich gern von mir erzählen aber muss etwas in der Zeit ausholen.

 

ich bin eine junge Frau die wirklich noch an die große Liebe glaubt und daran fest hält. Ich bin mit 16 Jahren von zu Hause ausgezogen weil ich glaubte den Mann in meinem Leben gefunden zu haben mit dem ich gern alt werden möchte.

Denn bis dahin war mein Leben nicht gerade einfach was Männer angeht. Ja ich war gerade erst 16 Jahre alt und da ist es schwierig von der großen Liebe zu sprechen, dennoch habe ich es getan. Denn bis dahin wurde mir nie wirklich gezeigt was es heißt von einem Menschen wirklich geliebt und geschätzt zu werden.

 Ich sage mal so, in der Beziehung vor meinem Mann wurde ich nicht immer gut behandelt. Aber mittlerweile weiß ich das es meinem Leben nicht geschadet hat. Denn ein Mensch lernt ja Gott sei Dank aus seinen Fehlern und versucht das beste daraus zu machen.

 

Dann kam mit 16 Jahren der Mann in mein Leben der mir gezeigt hat was es heßt zu lieben und geliebt zu werden. Ich bin sehr schnell zu Ihm gezogen und alles war perfekt.

Nach 3 Jahren Beziehung mit Ihm wurde ich schwanger, auch wenn unser Sohn nie geplant war, denn wer möchte schon mt 19 Jahren gern Mama werden? Also ich wollte das eigentlich nie wenn ich ehrlich bin. Dennoch haben wir uns für unseren Sohn entschieden und das war die beste Entscheidung die ich bis dahin hätte treffen können. Ich wusste das es nie einfach werden wird, dennoch wollte ich den Schritt gehen mit meinem Partner.

Mein Partner war Soldat und ein Auslandseinsatz rückte schon immer näher. Wir wussten was wir aneinander hatten und was wir uns schon aufgebaut haben, denn wir waren ja immerhin schon fast 4 Jahre ein glückliches Paar, dass dachte ich zumindest zu diesem Zeitpunkt.

Im April 2012 sind wir den Bund fürs Leben eingegangen, nicht wirklich überlegt dennoch aus tiefem Herzen entschieden. denn im darauffolgenden August musste mein "Mann" nach Afghanistan gehen. Alles war auf einmal anders. 

 

Ich hatte durch die Schwangerschaft so viel zugenommen, dass meine Waage am Ende fast explodiert wäre, wo sie mir meine 130 kg angezeigt hat. Ich war mit mir und meinem Leben komplett überfordert und habe mich einfach nicht mehr wohl gefühlt. Trotz dass ich wusste, dass ich einen wundervollen gesunden Sohn im Arm hielt und einen Ehemann habe der mich trotz meiner überflüssigen Pfunde liebt und geheiratet hat.

 

Ich wusste dennoch, dass ich an meinem Leben etwas ändern muss. Egal ob es die Gewichtsabnahme ist oder auch das Selbstbewusstsein zu mir und meiner Person.

 

Denn in den ganzen Jahren habe ich mein Selbstbewusssein verloren. In der Zeit wo mein Mann in Afghanistan war und sein Leben aufs Spiel setzt, habe ich angefangen mein Leben allein in die Hand zu nehmen. Ich habe angefangen Sport zu treiben und meine Ernährung umzustellen, dies hat zwar eine Weile gedauert bis ich endlch Resultate sehen konnte aber wie sagt man so schön, der Stein kam endlich ins rollen.

 

Meinem Mann hat dies aber gar nicht gefallen, denn er dachte das ich wohl für einen oder mehrere andere Männer abnehmen würde. Auf einmal kam meine kleine Welt ins wanken. Ich wollte doch eigentlch nur für mich abnehmen, dass ich mich endlich wieder im Spiegel anschauen konnte. Aber hatte er vielleicht recht mit dem was er gesagt hat? ich kam selbst ins zweifeln wenn ich ehrlich bin.

 

die darauf folgenden Monate waren sehr sehr schwierig und anstregend. Wir stritten nur noch am Telefon oder per Computer, denn eine andere Kommunikation gab es ja nicht. Ich war für mich an dem Punkt angekommen, dass ich diesem Menschen so sehr dankbar war was er alles in den Jahren für mich getan hat und dass er mir einen wundervollen Sohn geschenkt hat und dennoch wusste ich, dass ich mein Leben so nicht mehr weiter leben wollte.

Ich versuchte mich jeden Tag aufs neue auf ihn zu freuen, doch es war einfach keine Freude mehr da meinem eigenen "Mann" gegenüber.

 

Ich dachte teilweise, dass ich ein wirklich schlechter Mensch bin. Denn mein Mann war gerade im Krieg und wollte für seine Familie zu Hause nur das beste. Und was tat ich? Ich überlegte mir schon wie ich es ihm am besten sagen könnte, dass ich mit unseren Sohn ausziehen werde und mein Leben allein in die Hände nehmen möchte. Ich war wirklich eine schreckliche Person in diesen Momenten. 

 

Der Tag war gekommen wo er in Leipzig am Flughafen gelandet war. Ich sah all die Frauen mit Blumen und ihren Kindern an den Händen. Die strahlenden Gesichter der Ehefrauen, dass Lächeln, die Freude auf ihren Wiederkehrenden Mann.

Und dann stand ich da noch da am Flughafen, eine Frau die dachte sie wäre am falschen Ort. Ich wollte einfach nur gehen, ich habe mich unwohl gefühlt. Der Gedanke daran, dass er gleich durch diese Tür kommen wird und mich umarmen wird, ließ mir den Schauer über den Rücken kommen. Ich hatte am ganzen Körper diese Gänsehaut. Obwohl ich mich doch eigentlich freuen müsste. Hey, mein Mann kommt gesund aus dem Krieg wieder.

 Die Tür ging auf und er kam auf mich zugelaufen. Ich sah in seine Augen und sah nur Leere in ihnen. Ich wusste mit meinem Mann nichts mehr anzufangen. Wir hatten uns komplett auseinander gelebt. Wie konnte das nur passieren? Wir waren ja noch nicht mal ein ganzes Jahr verheiratet.

 

Von dem Tag an war unsere Ehe zum scheitern verurteilt. Ich schlief nur noch auf der Couch und nach 2 Monaten bin ich mit meinem Sohn ausgezogen.

 

Wir suchten uns eine eigene Wohnung und versuchten uns ein eigenes zu Hause einzurichten. Dennoch hat es über ein Jahr gedauert bis ich dieses als mein "Zu Hause" akzeptiert habe.

 

Alles in allem habe ich diesen Schritt nie bereut in meinem Leben auch wenn man in gewissen Situationen an sich gezweifelt hat. Aber das ist ganz normal. Ich kann nur sagen, dass mich dieser Schritt stärker gemacht hat wie jemals zuvor.

 

 

So jetzt habt ihr eine "kurzen" Einblick bekommen was in meinem Leben schon so passiert ist :-D

 

Beim nächsten Blog erfahrt Ihr wie es weiter ging nach der Trennung von meinem Mann und wie mein Sohn alles verarbeitet hat.

 

bis die Tage 

 

Boobl

1 Kommentar 10.6.15 11:15, kommentieren